Verdauungsbeschwerden bei Babys und Kindern

Durchfall und Verstopfungen

Wie reagiert man richtig auf Verdauungsstörungen bei Kindern? Vielfach erzählen die Kleinen es nicht, wenn gar nichts mehr auf der Toilette geht, und die Gründe dafür sind zahlreich.

Vom Windelalter an ist die Beobachtung der Verdauung für Sie als Eltern eine wichtige Informationsquelle über das Wohlbefinden Ihres Kindes. Durchfall fällt Ihnen sofort auf und erscheint unmittelbar bedrohlich. Verstopfung wird logischerweise etwas später bemerkt, man muss sich aber darum genauso kümmern. Aber wie? Verstopfung ist eine funktionelle Störung des Darms, bei der Stuhl verzögert bzw. nicht vollständig abgegeben werden kann. Klein- und Schulkinder bekommen häufig Probleme mit der Darmentleerung, wenn der Toilettengang als unangenehm oder sogar schmerzhaft empfunden wird. Sie reagieren dann mit dem Zurückhalten des Stuhls. Das kann physische und/ oder psychologische Ursachen haben.

Sensible Kinder können beispielsweise mit Stuhlverhaltung reagieren, wenn sie sich zu stark beobachtet fühlen, z.B. im Kindergarten durch nicht absperrbare Türen. Häufiger dafür verantwortlich sind allerdings Ernährungsfehler wie ein Zuviel an Zucker oder zu geringe Zufuhr von Ballaststoffen (wie etwa Gemüse), zu wenig Flüssigkeit oder auch die Nahrungsumstellung auf feste Kost. Nach Studien der Universität Amsterdam kommt auch eine gestörte Darmflora der Eltern dafür infrage. Bewegungsmangel und Stress können ebenso zu Verstopfung führen.

Medizinisch abzuklärende Ursachen der Verstopfung

Seltener liegen der Verstopfung Krankheiten wie Diabetes, Schilddrüsenunterfunktion oder angeborene Defekte zugrunde, die vom Arzt abgeklärt werden können. Medikamente wie Antidepressiva, Arzneimittel gegen Epilepsie, Asthma und Sodbrennen sowie Antidiabetika begünstigen eine Trägheit der Verdauung praktisch nur beim Erwachsenen. Aufmerksam sollten Eltern werden, wenn ihr Kind über längere Zeit nur sehr kleine Mengen an Stuhl absetzt oder wenn die Verstopfung die Dauer von 3 Tagen überschreitet. Ebenso, wenn sich Blut im Stuhl befindet und das Kind Schmerzen bei der Entleerung hat.

Wie regt man die träge Verdauung bei Kindern an?

Natürlich, effizient und ohne Gewöhnungseffekt sind einerseits Probiotika und andererseits Fruchtextrakte aus der Papaya. Nützliche probiotische Bakterien senken den pH-Wert im Darm, indem sie Milchsäure produzieren und so die Nahrung besser aufschließen und weitertransportieren können. Zubereitungen aus der Papaya erhöhen die Aktivität der Enzyme im Darm und führen so zu häufigerem Stuhlgang und weicherer Beschaffenheit des Stuhls, wodurch Schmerzen verhindert werden. Neben diesen naturheilkundlichen Ansätzen erleichtern auch eine Flüssigkeitszufuhr von mindestens zwei Litern Wasser pro Tag, Bauchmassagen, genügend Zeit auf der Toilette (Nie ein Kind beim Klogang hetzen!), ein regelmäßiger Tagesablauf, viel Bewegung sowie ballaststoffreiche Ernährung die Entleerung.

Mehr über die Verdauung von Babys und Kindern erfahren

„Mittlerweile gibt es bereits Studien, die darüberhinaus zeigen, dass die Gabe von Pro- und Synbiotika sogar eine positive Auswirkung sowohl auf die körperliche als auch die geistige Entwicklung der Kinder haben kann.“

3-Monats-Koliken

Wie äußern sich 3-Monats-Koliken und wie unterscheiden sich diese Schmerzattacken von normalen Schreistunden? Außerdem: Was kann ich tun, um meinem Baby zu helfen?

Als 3-Monats-Koliken werden Blähungen bezeichnet, die bei Säuglingen in den ersten 14 Lebenswochen auftreten und intensive Schreiattacken auslösen. Eltern halten ihre Babys stundenlang im Arm, sind ratlos und möchten am liebsten mitweinen. Die schmerzgeplagten Kleinen lassen sich nur schwer beruhigen und brauchen Mamas und Papas ganze Geduld.

3-Monats-Koliken erkennen

3-Monats-Koliken bereiten Babys wirklich starke Schmerzen. Sie müssen von den für Säuglinge typischen, aber harmlosen Schreistunden unterschieden werden, die normalerweise abends zwischen 17 und 20 Uhr einsetzen. Auch bei diesen lassen sich die Kinder nur schwer beruhigen, selbst Stillen und ein warmes Bad erzielen meist nur einen kurzen Effekt. Leidet das Baby jedoch unter echten 3-Monats- Koliken, ist deutlich erkennbar, dass es ihm nicht gut geht. Sein Kopf kann gerötet oder seine Gesichtshaut extrem blass sein, eventuell hat es sogar Schweißperlen zwischen den Augen und auf der Stirn. Der Bauch ist aufgebläht und hart – Mediziner bezeichnen diesen Zustand als Trommelbauch. Als „klassisch“ für Koliken gelten außerdem ruckartige Bewegungen, die sich mit Ruhephasen abwechseln und über den ganzen Tag verteilt auftreten.

Wie kann ich meinem Baby helfen?

Bei richtigen 3-Monats-Koliken scheint nichts und niemand dem Baby Erleichterung zu verschaffen. Halten, gutes Zureden und Streicheln helfen nur wenig. Probieren Sie, den Säugling so zu halten, dass seine Bauchmuskulatur entspannt, z. B. über Ihre Schulter mit eher hängendem Kopf und frei beweglichen Beinen, der Rücken sollte rund sein. Zur Vorbeugung kann die Einhaltung regelmäßiger Stillzeiten beitragen, also alle drei Stunden eine Fütterung. Der Grund: Muttermilch braucht etwa diesen Zeitrahmen, bis sie gänzlich verdaut ist. Jeder frische Schluck, der zu dem nicht abgeschlossenen Gärungsprozess hinzukommt, kann Beschwerden auslösen.

Auch das Vermeiden von Speisen, die der Mutter Verdauungsprobleme bereiten, trägt zur Linderung von Babys Blähungen bei. Wenn Sie als stillende Mama selbst Blähungen bekommen, z. B. durch den Verzehr von Kuhmilch oder Produkten mit Hefe, dann ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass das Neugeborene ähnlich darauf reagiert. Ganz nach dem Motto: Geht es Ihnen gut, geht es auch Ihrem Baby gut! Überdies kann die Einnahme spezieller Probiotika 3-Monats-Koliken vorbeugen, wie eine Studie kürzlich belegte.

Gestresste Kinder und ihre Verdauung

Jedes sechste Kind fühlt sich im täglichen Leben überfordert: Die Schule ist Stressfaktor Nummer 1 für Mädchen und Jungen. Auseinandersetzungen mit Freunden oder Mitschülern drücken auf die kindliche Psyche, genauso wie Streit in der Familie oder eine Trennung der Eltern. Steht der Nachwuchs ständig unter Strom, bemerken Eltern das durch verschiedene Anzeichen: Probleme mit dem Ein- und Durchschlafen, Unruhe, Aggressivität oder häufiges Weinen. Manche Kinder wollen gar nichts essen, andere trösten sich hingehen mit übermäßiger Nahrungsaufnahme. Und auch der Darm reagiert auf die ständige Anspannung mit Blähungen, Durchfall oder Verstopfung.

 
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