Schwangerschaft und Darmbeschwerden

Warum ein gesunder Darm für Schwangere so wichtig ist!

Für diesen Beitrag hat Autorin Lela mit frisch gebackenen Müttern und werdenden Mamas gesprochen sowie mit Frauen, die sich mit dem Thema Kinderwunsch auseinandersetzen.

Eine Schwangerschaft dauert durchschnittlich 280 Tage oder 40 Wochen. Sobald die Eizelle befruchtet ist, werden etwa 268 Tage verstreichen bis das Baby auf die Welt kommt und das Leben der frisch gebackenen Eltern auf den Kopf stellt. Eine lange Zeit in der sich vieles verändert. Nicht nur das Leben der werdenden Eltern wird sich verändern, auch der Körper der werdenden Mutter passt sich der neuen Situation an. Diese neuen Umstände bringen neben einer spannenden Zeit auch viele neue Erfahrungen mit sich. Noch bevor die Schwangerschaft festgestellt wird, berichten Frauen, dass sie Veränderungen im Körper wahrnehmen. „Irgendwas war anders, aber ich konnte es zu diesem Zeitpunkt nicht richtig zuordnen“, erzählt eine werdende Mutter von den ersten Wochen ihrer Schwangerschaft. Sobald die Schwangerschaft eindeutig bestätigt war, konnten sich die befragten Frauen auf die bevorstehende Zeit einstellen und wurden dennoch überrascht, was auf sie zukam, denn eine Schwangerschaft ist für den Körper der Frau in allen Belangen ein Kraftakt. Indem die Frauen auf ihr Bauchgefühl hörten, konnten alle Hürden und Schwierigkeiten überwunden werden. Letztendlich war es ihr Instinkt, der die Frauen dazu brachte, dass für sie Richtige zu tun.

Während sich ungeplant schwanger gewordene Frauen nicht auf die Schwangerschaft vorbereiten konnten, war es für jene Frauen mit Kinderwunsch eine ganz andere Ausgangssituation. Bei den einen erblühte überraschend die Körpermitte, wohingegen die anderen sich intensiv vorbereiteten und die bestmöglichen Voraussetzungen schaffen konnten, um ideal in eine Schwangerschaft zu starten. Mit den Veränderungen durch die Schwangerschaft, mussten jedoch alle gleichermaßen lernen umzugehen.

Folsäure in der Schwangerschaft

Frauen mit Kinderwunsch nahmen bereits vor Beginn der Schwangerschaft Folsäure zu sich. Ein Mangel dieses Vitamins wirkt sich generell negativ auf die Zellteilung, Zellbildung und auf den Wachstumsprozess aus. Diese Prozesse sind besonders in der Schwangerschaft und der damit verbundenen Zellteilung von enormer Bedeutung für Mutter und Kind. Werdende Mütter können eine Blutarmut entwickeln und beim Embryo ist das Risiko erhöht, an einem Neuralrohrdefekt zu leiden. Aus dem Neuralrohr, entwickelt sich etwa ab dem 17. Tag nach der Befruchtung, bildet sich später das Gehirn und das Rückenmark. Das Neuralrohr schließt sich normalerweise gegen Ende der vierten Schwangerschaftswoche. Zu diesem Zeitpunkt wissen viele Frauen noch gar nicht, dass sie schwanger sind! Ein Mangel an Folsäure kann den Verschluss des Neuralrohrs beeinträchtigen oder sogar ganz stören. Die Folgen können Fehlbildungen sein – am häufigsten sind Spina bifida (besser bekannt als offener Rücken) oder eine Fehlbildung des Gehirns. Im schlimmsten Fall kann sogar das Überleben des Embryos im Mutterleib gefährdet sein.

Jene Frauen mit Kinderwunsch bereiteten sich somit neben der Einnahme von Folsäurepräparaten nicht nur mental anders auf das Entstehen neuen Lebens vor, denn sie wussten bereits, dass ein starker Darm eine entscheidende Rolle für eine „angenehme“ Schwangerschaft spielen kann.

Hier erfahren Sie mehr über den Zusammenhang zwischen Unfruchtbarkeit und der vaginalen Flora.

Der Darm und seine Rolle in der SchwangerschaftSchwangerschaft und Darmbeschwerden

Die interviewten Jungmütter berichteten alle von Verdauungsbeschwerden während der Schwangerschaft, was wiederum nicht verwunderlich ist, denn bei der Mehrheit aller Schwangerschaften ist dies ein häufiger Nebeneffekt. Das liegt daran, dass bereits in der Frühschwangerschaft (Zeitraum von der Befruchtung bis zum positiven Testergebnis bzw. maximal bis zur 12. Schwangerschaftswoche) Progesteron ausgeschüttet wird, um die befruchtete und sich teilende Eizelle zu schützen und die Schwangerschaft aufrecht zu halten. Progesteron wirkt sich jedoch auch auf den Darm aus, der dadurch träge wird und seine Tätigkeit verlangsamt. Die Folge ist Verstopfung (Obstipation).

„Zu Beginn der Schwangerschaft hatte ich immer nur Lust auf grüne Äpfel!“

Frauen mit einem starken Kinderwunsch berichteten, dass sie bei den Anzeichen einer Verstopfung während des Zyklus bereits zu hoffen begannen, dass der Grund dafür das Einnisten der Eizelle in die Gebärmutter ist.  Eine Verstopfung sollte jedoch nicht auf die leichte Schulter genommen werden, denn bei starkem Pressen beim Stuhlgang kann es zur Bildung von Hämorrhoiden kommen. Auch beim Geburtsvorgang ist das starke Pressen bei manchen Frauen mitunter ein Grund, dass sie danach mit Hämorrhoiden zu kämpfen haben. Mit dem Fortschritt der Schwangerschaft und dem damit verbundenen Wachstum des Kindes, wird der Darm besonders gegen Ende der Schwangerschaft noch weiter belastet. Das ungeborene Kind drückt durch sein Gewicht auf den Darm und verlangsamt weiter dessen Tätigkeit. Wieder sind Verstopfungen eine Folge, wodurch die aufgenommene Nahrung länger im Darm verweilt. Dadurch kommt es häufig zu einer vermehrten Gasbildung und zu Blähungen. Die werdenden Mütter berichteten häufig davon, dass diese Blähungen fast unkontrollierbar waren und das Odeur kein angenehmes war.

Manchmal musste ich den Raum verlassen, nachdem mir wieder unkontrolliert ein kleiner Darmwind durch die Hose geschlichen ist“, plaudert die frisch gebackene Mama aus dem Nähkästchen. Manche Frauen berichteten auch, dass sie in dieser Zeit nur sehr ungern soziale Kontakte pflegten. Alle betrachteten es jedoch mit einem Schmunzeln und empfanden es dennoch als ein gutes Zeichen, denn so war klar, dass der Darm einwandfrei funktionierte.

„Etwa 8-6 Wochen vor der Geburt war meine Lust auf Süßes dahin. Schokolade, Kuchen, Süßigkeiten waren wie ein rotes Tuch für mich.“

Darmträgheit tritt oftmals bei einer Umstellung der Ernährung auf. Dabei berichten die Frauen, dass die Umstellung sowohl bewusst als auch unbewusst passiert war. Zum einen wurde besonders darauf geachtet, sich ausgewogen und gesund zu ernähren, viele Vitamine aufzunehmen und ausreichend Obst sowie Gemüse zu konsumieren, ebenso wurde viel ballaststoffreiche Nahrung auf den Speiseplan gesetzt. Aber auch ungewöhnliche kulinarische Gelüste ließen den Speiseplan variieren.

„Ich kann mich erinnern, dass ich Erdbeereis mit Tabasco gegessen habe. Im Nachhinein betrachtet sicher keine preisverdächtige Kombination, aber ich habe es geliebt. Leider hat auch mein Bauch danach immer gegrummelt. Mein Darm fand diese Kombination wohl nicht so gut.“, erzählen die Jungmütter von den ungewöhnlichen Essgewohnheiten während ihrer Schwangerschaft.

Wie bereits erwähnt, ist eine Veränderung der Umstände eine Herausforderung für den Darm. Bei Eintritt einer Schwangerschaft stellt somit nicht nur die damit verbundene Veränderung des Hormonhaushaltes, sondern auch die etwaigen spannenden Gelüste den Darm auf eine harte Probe. Die befragten Frauen berichteten auch häufig, dass besonders eisenhaltige Lebensmittel eine magische Anziehung auf sie hatten. Pistazien wurden zum beliebten Snack und es wurde auch von einer nie dagewesenen Lust auf Rindfleisch berichtet.

Eisen und Schwangerschaft

Da das Baby im Mutterleib ausreichend mit Eisen versorgt werden muss und die werdende Mutter zur Durchblutung der Gebärmutter zusätzlich Blut bildet, steigt der Eisenbedarf bei Schwangeren weit über den normalen Wert an. Daher nahmen viele der befragten Frauen während ihrer Schwangerschaft Eisenpräparate zu sich. Besonders Frauen, deren Eisenspeicher schon am Beginn niedrig sind, benötigen die Präparate, da der Bedarf an Eisen gegen Ende der Schwangerschaft um das Neunfache ansteigt.

Die Aufnahme von Eisenpräparaten macht jedoch wiederum den Darm träge und verlangsamt dessen Aktivität. Daher sind besonders in der Schwangerschaft eisenhaltige Lebensmittel zu bevorzugen, da sie meist auch für eine gesunde Darmflora sorgen. Um ideal mit Eisen versorgt zu sein und dennoch den Darm aktiv zu halten, gilt es, ein paar Dinge zu beachten:

  • Lebensmittel mit einem hohen Vitamin C Gehalt unterstützen die Eisenaufnahme (z. B. Petersilie, Paprika, Brokkoli)
  • Fruchtsäure dazu kombinieren (z. B. Erdbeeren, Orangen)
  • Lebensmittel mit einem hohen Oxalsäurewert (z. B. Spinat, Mangold) mit Milchprodukten kombinieren. Dadurch wird die Oxalsäure teilweise gebunden und das Eisen kann vom Körper besser aufgenommen werden.
  • Kaffee, grünen Tee, schwarzen Tee nicht direkt mit Eisen kombinieren. Die im Tee enthaltene Chlorogensäure kann die Aufnahme reduzieren.

Scheidenflora und Schwangerschaft

Leider hat eine Schwangerschaft nicht nur schöne Seiten, denn mit den vielen Veränderungen, die deutlich die Vorfreude auf das Baby steigen lassen – wie der immer größer werdende Bauch – können die Veränderungen durch die Schwangerschaft auch lästige Begleiterscheinungen hervorrufen. Eine werdende Mutter berichtet, dass sie sehr mit Pilzinfektionen zu kämpfen hatte, die fortlaufend auftraten: “Kaum dachte ich, dass die Infektion überstanden ist, war auch schon die nächste da,“ erzählte eine der Frauen. Die Scheidenflora besteht aus unterschiedlichen Laktobazillen und befindet sich in einem sensiblen Gleichgewicht. Wenn dieses Gleichgewicht ins Wanken gerät, zum Beispiel durch hormonelle Veränderungen in der Schwangerschaft, kann die Schutzfunktion gestört werden und es ist leicht für krankmachende Bakterien und Pilze sich zu vermehren, wodurch es zu unangenehmen Infektionen kommen kann.

Die werdende Mutter nahm schließlich OMNi-BiOTiC® FLORA plus+ ein. Die 4 darin enthaltenen, wissenschaftlich erforschten Bakterienstämme sind Bestandteil der gesunden Vaginalflora, gleichen einen Mangel an Laktobazillen in der Vaginalflora aus, können sich im Vaginalbereich ansiedeln und hemmen das Wachstum unterschiedlicher Pathogene, wie E. coli, Gardnerella vaginalis und Candida albicans.

Jede Schwangerschaft verläuft anders und stellt die werdenden Mütter vor unterschiedliche Herausforderungen. Im wachsenden Bauch der Mütter hat sich neben den heranwachsenden Babys auch ein Bauchgefühl eingestellt, das die Frauen ihren Weg durch die Schwangerschaft finden ließ.

 

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Zur Autorin

Dipl.-Ing. Anna-Lena Kollos, MA (genannt Lela) begann nach Abschluss ihrer Studien (Biotechnologie, Lebensmitteltechnologie und Public Affairs) die staatliche Ausbildung zum Athletiktrainer, die sie durchgehend „mit Auszeichnung“ im Herbst 2019 abschloss. Durch ihre Tätigkeit als Personal Trainer und Kommunikationsberater mit Schwerpunkt auf gesundheitsrelevante Themen, setzt sie sich intensiv mit ihrem Bauchgefühl auseinander. Dabei setzt sie auf den ganzheitlichen und langfristigen Ansatz, der notwendig ist, um individuelle Ziele zu erreichen – sowohl im Training, als auch in der Kommunikation. Ihr Bauchgefühl beschäftigt Lela dabei schon viele Jahre, denn sie hat auf ihrem Weg oftmals genau darauf vertraut. Aufgrund ihrer breit aufgestellten Ausbildung und Erfahrungen, greift die Personal Trainerin auf ein großes Know-How zurück.

Bildcredit: Marie&Michael Photography

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